Sozialdienste via Telefon

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben es notwendig gemacht, die Gesundheits- und Sozialdienste in vielen Bereichen einzustellen. Das Senioren-Tageszentrum musste seine Pforten schließen und auch die beliebten Besuchsdienste mussten auf den Kontakt „mit Abstand“ ausweichen.

Die neue Normalität“ hat vieles verändert. Durch den Shutdown mussten sämtliche Besuchsdienste ausgesetzt werden. Auch die Möglichkeit für Senior*innen, das Tageszentrum im Seniorium Perg zu besuchen, konnte von heute auf morgen nicht mehr angeboten werden. „Unsere Mitarbeiter*innen haben mit den Klient*innen aber ständig den Kontakt gepflegt. Michaela Berger hat mit ihrem Team Palmbesen gebunden und Muttertagsgeschenke gebastelt und sie dann zu den Senior*innen gebracht“, erzählt Elfriede Reindl, die Leiterin der Gesundheits- und Sozialdienste im Roten Kreuz Perg. Auch die Mitarbeiter*innen des Besuchdienstes haben über viele Wochen ihre Kontakte telefonisch gepflegt. „Das Reden ist unseren Klient*innen am wichtigsten. Natürlich machen sich gerade ältere Leute Sorgen in einer solchen Krisenlage. Ein Gespräch kann da schon helfen, um Ängste zu nehmen“, ist Reindl überzeugt.

Auch die Klient*innen des Rotkreuz-Marktes wurden regelmäßig kontaktiert und gefragt, ob sie etwas brauchen. „Wir haben auch Waren zugestellt, obwohl der Rotkreuz-Markt immer geöffnet hatte. In den ersten Wochen war die Frequenz natürlich sehr niedrig, weil sich viele nicht getraut haben, einkaufen zu gehen. Oft wurde dann gar nichts gebraucht, trotzdem waren die Leute froh, dass sich jemand gemeldet hat und mit ihnen ein bisschen geplaudert hat.“

Inzwischen konnten die Besuchsdienste wieder aufgenommen werden, natürlich unter Einhaltung aller notwendigen Sicherheitsmaßnahmen. Die Mitarbeiter*innen tragen einen Mund-Nasen-Schutz und halten Abstand. Auch im Senior*innen-Tageszentrum hofft man, den Betrieb bald wieder aufnehmen zu können. Dafür wurde auch schon ein Konzept erarbeitet, welches ein Zusammenkommen unter den gegebenen Umständen ermöglichen soll. Im Betreuten Wohnen und in der Wohnoase können derzeit zwar keine gemeinsamen Aktivitäten stattfinden, die Mitarbeiter*innen versuchen aber auf Distanz, für die Klient*innen da zu sein. Denn genau darum geht es: Für die Menschen da zu sein, wenn sie es brauchen. 

© ÖRK/Bezirksstelle Perg Michael Berger