DANKE an Sandra!

Das ist Sandra.

Sandra hat in den letzten Wochen regelmäßig für ältere bzw. besonders gefährdete Personen Lebensmittel eingekauft, Medikamente in der Apotheke geholt, Fahrtenscheine beim Arzt besorgt und auch Mittagsmenüs beim Restaurant ums Eck abgeholt. An der jeweiligen Haus- oder Wohnungstür hat sie mit Schutzmaske und ausreichend Sicherheitsabstand auch viele Gespräche mit diesen Personen geführt.

Ihr schönstes Erlebnis in dieser Zeit war, dass sie im Gespräch mit einer Frau herausgefunden hat, dass diese vor ihrer Pensionierung im selben Unternehmen tätig war, wie Sandra jetzt. Sie hat somit quasi zeitversetzt eine Kollegin kennen gelernt und darüber haben sich beide sehr gefreut.

Eine Herausforderung für sie war, dass sich einige Personen dafür genieren, dass sie Unterstützung benötigen. Viele Personen haben sich im Vorhinein dafür entschuldigt, dass der Einkauf dieses Mal vielleicht schwerer sein wird oder dass Sandra dafür sicher länger an der Kasse anstehen muss. Manche Personen haben auch direkt kommuniziert, dass sie ein schlechtes Gewissen haben, dass jetzt eine junge Frau für sie einkaufen gehen muss.

Sandra ist es wichtig zu betonen, dass sie Freude an diesen Tätigkeiten hat und sie sich genau deshalb bei der „BLEIB DAHEIM!“-Initiative vom ULF gemeldet hat. Sie sieht auch einen Vorteil darin, dass sie dadurch in letzter Zeit viel mehr zu Fuß gehen konnte.

Für die Zeit nach Corona, möchte Sandra weiterhin ihre Unterstützung anbieten und Kontakt mit den Personen halten, für die sie derzeit Aufgaben erledigt. Manchmal ist es ihr ein Rätsel, wie gebrechliche Personen es schaffen, in „normalen Zeiten“ die Einkäufe ohne Hilfe nach Hause zu bringen.

Sandra betont, dass es niemandem unangenehm sein sollte, wenn er oder sie um Unterstützung bitten muss. Es gibt aktuell mehr Personen, die Unterstützung anbieten, als Personen, die Unterstützung erbitten.  Sandra sagt, dass sich Menschen, die Hilfe benötigen, jederzeit beim ULF oder vergleichbaren Anbietern melden sollen – auch nach der Krisenzeit.

Und wir sagen DANKE an Sandra.